Daniel nahm sich in seinem Herzen vor, sich nicht mit der Tafelkost des Königs ... unrein zu machen.
Daniel 1,8

Widerstand!
"Das machen doch alle - was ist schon dabei? Die paar Cent tun dem Chef doch nicht weh!" sagt der Kollege, der einige Disketten aus dem Firmenbestand mit nach Hause nimmt.
»Abschreiben in der Schule bei der Klassenarbeit? Völlig normal - das kalkulieren die Lehrer doch schon mit ein. Wer's nicht macht, der ist einfach dumm!«, bemerkt die Mitschülerin zur Freundin.
»Los, iss doch auch was von dem guten Essen des Königs, Daniel! Schau mal, die anderen Gefangenen aus Jerusalem essen auch - und es scheint sogar gut zu schmecken! Was ist schon dabei? Jetzt leben wir hier in diesem Land und halten uns an die hier üblichen Sitten. Mach mit!«

So oder ähnlich mag es vielleicht geklungen haben dort in Babylon. Doch Daniel sagt »Nein«.
Warum, Daniel? Warum forderst du Wasser und Gemüse, wo doch die Speisen des Königs mit Sicherheit kulinarische Gipfelpunkte sind?
Vielleicht würde Daniel so antworten: »Weißt du, das Essen des Königs wurde vor dem Verzehr dem babylonischen Stadtgott Marduk geweiht. Wer davon isst, macht sich eins mit dem Götzenkult der Babylonier, lebt also in Sünde und wird für Gott unbrauchbar - das kann ich nicht mitmachen, da ich meinem Gott treu dienen möchte! Was die anderen darüber denken und wie sie entscheiden, ist mir dabei völlig egal.«
Widerstand! Da wird es ganz praktisch. Gott treu bleiben - gerade in den Kleinigkeiten des Alltags.

Gebet:
»Bitte, Herr, hilf mir, dass ich dir heute treu bleibe. Hilf mir, mich nicht zu verunreinigen!«

Aus: Leben als Christ 2004